• Kirche St. Antonius von Padua in Oberzell
    Quelle: Frank Schulz
  • Blick auf die alte Pfarrkirche zur Schmerzhaften Muttergottes in Oberzell
    Quelle: Frank Schulz
  • Alte Pfarrkirche zur Schmerzhaften Muttergottes in Oberzell
    Quelle: Andreas Praefcke
  • Quelle: Frank Vollmer

 

Katholische Kirchengemeinde St. Antonius von Padua in Oberzell

Die katholische Kirchengemeinde St. Antonius von Padua ist Teil der Seelsorgeeinheit Ravensburg-Süd. Zum Pfarrsprengel gehören neben Oberzell auch Albersfeld sowie die Weiler Ober- und Unterklöcken und Metzisweiler.

Namenspatron der Kirchengemeinde ist St. Antonius von Padua (1195-1231). Der ursprünglich aus Portugal stammende Ordenspriester gehörte dem Franziskanerorden an. Antonius von Padua wirkte viele Jahre in Oberitalien als Bußprediger, Lektor für Theologie an der Universität Bologna und Ordensoberer.

Einst Teil der Klöster Reichenau und Weißenau

Oberzell kann auf eine rund 1200-jährige Kirchengeschichte zurückblicken, die eng mit der des Klosters Reichenau und des Klosters Weißenau verbunden ist. Im Jahr 816 bestätigte Kaiser Ludwig der Fromme eine Schenkung seines Hörigen Engelbert an das Kloster Reichenau. Die Besitzübertragung war die Grundlage für die Einrichtung einer Reichenauer Zelle, also der Wohnung eines Priesters mit Kirche. 1198 ist erstmals der Ortsname Celle dokumentiert, ab dem 13. Jahrhundert wurde der heutige Name Oberzell gebräuchlich.

Bis 1313 blieb Oberzell ein Lehen des Klosters Reichenau. Später befand sich das im 14. Jahrhundert nur rund 40 Häuser zählende Dorf zum Teil im Besitz der Grafen von Werdenberg-Heiligenberg, zum anderen Teil gehörte es den Truchsessen von Waldburg. Die beiden Adelsgeschlechter verkauften zwischen 1309 und 1343 ihre Besitztümer an das aufstrebende Kloster Weißenau. Die Oberzeller Kirche wurde in das Kloster inkorporiert, der Weißenauer Abt wurde so formell auch Oberzeller Pfarrer.

Fortan war das Kloster Weißenau für die Seelsorge in Oberzell verantwortlich und hatte zudem für den Bau und Erhalt der Oberzeller Kirche aufzukommen. 1749/50 ließ Abt Anton I. Unold (1697-1765, Reichsabt OPraem 1724-1765) die bestehende Kirche bis auf den Turm abbrechen und eine neue barocke Pfarrkirche errichten. Die Kirche zur Schmerzhaften Muttergottes wurde 1754 konsekriert, sie diente den Oberzellern bis in die 1970er Jahre als Pfarrkirche. Heute wird sie als Friedhofskapelle genutzt.

In den Jahren 1973 bis 1975 entstand die heutige Pfarrkirche St. Antonius von Padua nach den Plänen des Stuttgarter Architekten Rudolf Prenzel (1924-2004). Am 24. März 1974 feierte die Kirchengemeinde Oberzell das Richtfest der Kirche und am 3. Mai 1975 konsekrierte Bischof Dr. Georg Moser das neue Gotteshaus.

Gemeindeleben

Die Kirchengemeinde Oberzell ist bekannt für ihr lebendiges und reges Gemeindeleben mit zahlreichen Gruppierungen, in denen sich Gemeindemitglieder jedes Alters engagieren. Sei es bei den Ministranten, der Katholischen jungen Gemeinde (KjG), beim Sternsinger-Team, im Kirchenchor, beim Seniorenteam und Frauentreff oder bei einer der vielen anderen Gruppen.

Großer Beliebheit erfreuen sich auch die Feste der Kirchengemeinde. Das Kirchenpatrozinium wird alljährlich Mitte Juni begangen, das Große Gemeindefest findet im zweijährigen Turnus statt und das Kleine Gemeindefest jährlich.

Wir freuen uns immer über neuzugezogene Mitchrist:innen und nehmen diese gerne in den Kreis unserer lebendigen Kirchengemeinde auf. Sprechen Sie uns einfach an oder schauen Sie im Pfarrbüro vorbei.

Ansprechpartner in der Kirchengemeinde

Leiter der Kirchengemeinde Oberzell ist Pfarrer Gunnar Sohl. Ihm zur Seite stehen Pfarrer Safi Powath sowie die übrigen Mitarbeiter:innen des Pastoralteams der Seelsorgeeinheit und des Pfarrbüros Oberzell.

Die Website der Kirchengemeinde Oberzell erreichen Sie auch direkt über www.kath-kirche-oberzell.de.