• Katholisches Gemeindehaus in Obereschach
    Quelle: Daniela Simonazzi
  • Kirche St. Johannes Baptist in Obereschach
    Quelle: Berthold Sorg
  • Kirche St. Johannes Baptist in Obereschach
    Quelle: Andreas Praefcke
  • Kapelle St. Georg in Untereschach
    Quelle: Gustav Marschall
  • Einkleidung der Obereschacher Ministrant:innen 2021
    Quelle: Daniela Simonazzi
  • Blick auf die Pfarrkirche St. Johannes Baptist in Obereschach
    Quelle: Daniela Simonazzi
  • Erntedankfest in Obereschach 2020
    Quelle: Daniela Simonazzi

 

Katholische Kirchengemeinde St. Johannes Baptist in Obereschach

Die katholische Kirchengemeinde St. Johannes Baptist in Obereschach ist die größte Pfarrrei innerhalb der Seelsorgeeinheit Ravensburg-Süd. Sie erstreckt sich geografisch über die Ortschaften Obereschach, Untereschach, Oberhofen, Kemmerlang, Sickenried und die dazugehörigen Weiler sowie das zur Gemeinde Meckenbeuren gehörende Liebenau.

Zwei Drittel der Fläche der Kirchengemeinde Obereschach gehören politisch zu Ravensburg und ein Drittel zur Gemeinde Meckenbeuren. Etwa 80 Prozent der Mitglieder der Kirchengemeinde leben auf der Gemarkung Eschach, die übrigen auf der Gemarkung Liebenau.

Traditionsreiche Pfarrei

Obereschach und seine Pfarrei können auf eine lange Geschichte zurückblicken, die eng mit der des Klosters Weißenau verbunden ist. Der Ort wird 1090 als Aeschach urkundlich erwähnt, dürfte aber wohl bereits im 8. Jahrhundert entstanden sein. Die Pfarrei taucht erstmals im Jahr 1172 in historischen Dokumenten auf. Obereschach war im 11. und 12. Jahrhundert im Besitz verschiedener Adelsgeschlechter, bevor 1246 das Kloster Weißenau das Dorf und die Kirche erwarb. 1324 wurde die Obereschacher Kirche dem Prämonstratenserstift Weißenau inkorporiert.

Rund 500 Jahre lang war die Pfarrei Obereschach eine der größten des bedeutenden Klosters Weißenau. Auch die Wohnplätze Torkenweiler, Weiherstobel und Fidazhofen waren damals Teil der Pfarrei Obereschach. Sie wurden erst 1837 der Kirchengemeinde Weißenau angegliedert, zu der sie bis heute gehören.

Die erste Obereschacher Kirche dürfte wohl im 12. oder 13. Jahrhundert entstanden sein. 1460 ließ das Kloster Weißenau in Obereschach eine neue Pfarrkirche erbauen, ein einschiffiger Bau mit einem quadratischen Kirchturm. Reste des ursprünglichen, aus dem 12. oder 13. Jahrhundert stammenden Turms sind bis heute im Kern des heutigen Kirchturms der Pfarrkirche St. Johannes Baptist zu erkennen.

Die damalige Pfarrkirche wurde 1750 abgerissen, lediglich der Turm blieb erhalten. An ihrer Stelle ließ der rührige Weißenauer Abt Anton I. Unold (1697-1765, Reichsabt OPraem 1724-1765) in den Jahren 1750 bis 1754 die heutige barocke Pfarrkirche St. Johannes Baptist errichten. 1668 wurde das Pfarrhaus abgerissen und durch das jetzige Gebäude ersetzt. Das frühere Pfarrhaus dient heute als Gemeindehaus.

Im Rahmen der Säkularisation 1802/03 wurde das Kloster Weißenau aufgehoben. Obereschach gelangte daraufhin zunächst unter österreichische Herrschaft, bevor 1805 der Anschluss ans Königreich Württemberg erfolgte.

Gotteshäuser der Pfarrei

Neben der Pfarrkirche St. Johannes Baptist gehören weitere Gotteshäuser zur Pfarrei Obereschach: Die Kapelle St. Georg in Untereschach wurde in ihrer heutigen Form 1616 erbaut, nachdem die Vorgängerkapelle 1596 zusammen mit dem ganzen Dorf abgebrannt war. Die Herz-Jesu-Kapelle in Kemmerlang stammt aus dem Jahr 1882 und wird erst seit 1987 von der Kirchenpflege Obereschach (heute: Gesamtkirchenpflege Ravensburg) verwaltet. Die 1873 erbaute Marien-Kapelle in Hüttenberg wird von privater Hand unterhalten. In Oberhofen stand früher die Kapelle zum Heiligen Nikolaus. Sie wurde 1907 letztmals in den Chroniken erwähnt und später wohl abgerissen.

Ansprechpartner in der Kirchengemeinde

Leiter der Kirchengemeinde Obereschach ist Pfarrer Gunnar Sohl. Ihm zur Seite stehen Pfarrer Safi Powath sowie die übrigen Mitarbeiter:innen des Pastoralteams und des Pfarrbüros Obereschach.

Die Website der Kirchengemeinde Obereschach erreichen Sie auch direkt über www.kath-kirche-obereschach.de.